FOW054 – Elektronische Musik in China (mit Carmen Herold)

Eigenwerbung

Photo: 招待所 Zhao Dai

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3 Kommentare

  1. about dai

    Gute Folge, vielen Dank. Das Zhao Dai ist wirklich ein toller Club.

    Hier ein Artikel zum Austausch mit dem Berliner ://about blank: https://www.neues-deutschland.de/artikel/1125782.techno-ein-ort-zum-anderssein.html

  2. SUPER, ich war bisher nur in Mainstream Clubs in China. Die Tipps hier hören sich vielversprechend an, um müssen mal auszuprobiert werden.

  3. tschinochen

    Der Begriff Möglichkeitsräume von Carmen benutzt Harlad Welzer zum Thema Umweltverbesserung und Utopien auch sehr oft. Ich finde diese Räume auszunutzen ist eine sehr organische Art, um gesellschaftliche Veränderung herbeizuführen. Für mich ist diese Folge deshalb trotzdem sehr politisch, ohne es zu wollen und zeigt, wie facenttenreich politischer Aktivismus sein kann besonders wenn es zu der Schnittstelle Soziolgie, Psychologie und Politik kommt. Hört sich echt geil an, die Gesellschaft als z.B. DJ und Clubgänger zum Positiven zu verändern, und nur das zu machen, was man total gerne macht. Genau diese Räume zu sehen und zu nutzen, ist vielleicht sozialpsychologisch der sinnvollere Ansatz, weil die Croud emotional glücklicher dabei ist, agil und kreativ bleibt sowie gewinnender auf die Mehrheit wirkt, als wenn man zur Reovolution und Schlechtmacherrei aufruft. Ist vielleicht etwas, was ich selber und viele andere noch mehr lernen könnten^^. Leider passiert dieses Miesmachen sehr oft, wenn es über China und Freiheit geht. Das findet im Westen sehr viele Freunde gewinnt aber weniger gut Mehrheiten in China. Ich habe mal einem Soziologen auf DLF zugehört, der es wie Harald Welzer so sieht, die Leute besser nicht mit Katastrophenszenarien und Angst zu motivieren für den Umweltschutz aktiv zu werden, sondern mit positiven Zielen die Leute bei der Stange zu halten. Lässt sich das auf China und der Lust nach mehr Freiheiten übertragen? Ich glaube ja.

    Ich war mal vor Jahren in einem Chengdu Gay Club. War echt super, gute Musik sowie viele coole und verrückte Leute, die es nicht gestört hat neben der Tanzfläche rumzumachen, obwohl die Polizei die ganze Zeit aufgepasst hat. Wahrscheinlich wäre mehr los gewesen, ohne diese Vollzugsbeamten, aber so wars auch sehr freizügig. Viele meiner schwulen Freunde und Bekannten wissen das garnicht, dass so etwas überhaupt in Festlandchina geht. Das zeigt mir widerum, dass die Schlechtmacherei gegenüber diesen Möglichekeitsräumen steht. Ein weiters Beispiel hierzu ist, ich frage Freunde und Bekannte gerne, ob sie neben den vielen negativen Dingen zur chinesischen Politik, drei positive Punkte gegenüberstellen können. Den meisten fällt nicht eine Sache ein. Ich lächele dann oft freundlich und sage, vielleicht liegts ja an den Medien. Die meisten geht scheint dann ein Licht aufzugehen und sie wissen beim nächsten Mal mehr über China und was dort geht und was nicht oder was gutes und was schelchtes. Für mich ist es trotzdem ein Indikator für Einseitigkeit und Echokammer und oft auch sehr frustrierend zu sehen, wieviel Hass und Misstrauen im Namen der Freiheit oft unterschwellig gesät wird. Dabei könnte alls doch so anders sein.

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